Carspotting: beliebte Foto-Spots und Tipps für Carspotter

von | Feb. 17, 2025 | Allgemein | 0 Kommentare

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Exotische Luxuswagen, seltene Klassiker und Oldtimer, die das Flair vergangener Zeiten umhüllt – beim Carspotting geht es um das perfekte Bild, am besten von einem möglichst seltenen, individuellen und besonderen Wagen. Das Hobby stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten und erfreut sich in den Sozialen Medien großer Beliebtheit, besonders auf Instagram und TikTok. Aber wie lassen sich die krassen Autos am besten ablichten, wo lohnt sich das Warten und welche rechtlichen Hürden gilt es zu beachten?

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Bildquelle: fottoo – stock.adobe.com

Wo gelingt Carspotting am besten?

Carspotting gelingt, wo Besitzer ihre Traumwagen ausführen oder parken. In großen Städten wie München, Berlin, Düsseldorf, Köln oder Hamburg stehen die Chancen besonders hoch, vor allem wenn Sie Ihr Glück an bekannten Straßen und Spots in der Innenstadt versuchen. Luxuriöse Hotels, Luxuseinkaufsstraßen, Seitenstraßen und Kreuzungen können ebenfalls interessant sein.

Tipp: In Düsseldorf gilt die Königsallee als Hotspot für Carspotter. In München empfiehlt sich die Maximilianstraße und in Berlin der Kurfürstendamm zum Spotten.

Möchten Sie gezielt Oldtimer oder exotische Sportwagen einer Marke ablichten, bieten sich Szenetreffs und Oldtimerevents an. Ein Pluspunkt: Wer solche Treffen mit seinem automobilen Schätzchen besucht, freut sich oftmals über die Aufmerksamkeit. Folglich haben Sie gute Chancen, die Traumwagen von ihrer schönsten Seite zu fotografieren.

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Bildquelle: Kuzmaphoto – stock.adobe.com

Haben Sie’s gewusst? Neben Carspotting „in der freien Wildbahn“ gibt es sogar spezielle Events, die zum Fotografieren und Filmen luxuriöser Wagen und Oldtimer einladen. Ein Beispiel ist das Carspotting-Event der Autobau AG im schweizerischen Romanshorn. 2025 findet das Event am 29. März, 17. Mai, 30. Juli und 06. August jeweils von 14 bis 16 Uhr statt.

Wie lassen sich Oldtimer und Sportwagen am besten ablichten?

Beim Carspotting können sowohl Smartphones als auch professionelle Kameras zum Einsatz kommen. Relevant ist in erster Linie, wie zufrieden Sie selbst mit der Bildqualität sind und über welche technischen Kenntnisse Sie verfügen. Hilfreich ist es, wenn Ihre Kamera über ein geringes Gewicht, die passende Linse und einen schnellen Autofokus verfügt. Über manuelle Einstellungen können Sie zudem tiefer in die Bildgestaltung eingreifen und Aspekte wie die Verschlusszeit und Belichtung anpassen.

Neben der Ausrüstung spielen auch die Umgebung, die Perspektive und das Umgebungslicht eine tragende Rolle für die Bildqualität. Vieles lässt sich durch Ausprobieren herausfinden. Je mehr Autos Sie also ablichten, desto besser werden sich Ihre Bilder durch die gesammelte Erfahrung entwickeln. Denn obwohl die Autofotografie auf den ersten Blick simpel wirkt, ist es gar nicht so einfach, einen Wagen wirkungsvoll in Szene zu setzen – vor allem wenn Sie nur wenige Sekunden Zeit haben, um das Wesen eines vorbeifahrenden Wagens einzufangen.

Ist eine Nachbearbeitung der Bilder sinnvoll?

Um kleine Mängel zu korrigieren und die Wirkung des abgelichteten Wagens zu verstärken, kann eine Nachbearbeitung Ihrer Autofotos durchaus sinnvoll sein. Zu den beliebtesten Programmen zählen Lightroom und Photoshop, jeweils von Adobe. Es gibt allerdings eine Vielzahl an alternativen Bildbearbeitungsprogrammen, beispielsweise GIMP, Affinity Photo oder Photoscape X.

In der Nachbearbeitung können Sie das Verhältnis von Licht und Schatten optimieren, störende Elemente wie Verkehrsschilder retuschieren und Autos wirkungsvoll in Szene setzen. Auch hier ist es empfehlenswert, verschiedene Stile und Effekte auszuprobieren. So kreieren Sie nicht nur perfekte Schnappschüsse, sondern verleihen Ihren Autofotografien auch einen einzigartigen Stil.

Was gibt es aus rechtlicher Sicht zu beachten?

Während sich einige über die Aufmerksamkeit freuen, sind andere Supercar Besitzer nicht sonderlich begeistert, wenn sie durch Blitzlichtgewitter fahren oder an einer roten Ampel eine Kamera vor Ihren Wagen gehalten wird. Folglich stellt sich die Frage, ob Carspotting aus rechtlicher Sicht zu Problemen führen kann oder ob Sie Autos auf der Straße problemlos fotografieren können.

Grundsätzlich besteht die sogenannte Panoramafreiheit, die im § 59 UrhG (Urheberrechtsgesetz) definiert ist. Das bedeutet, dass Sie grundsätzlich alles fotografieren dürfen, was Sie von der Straße aus sehen können – also auch seltene Oldtimer, Luxusautos und Supersportwagen.

Gegenbeispiel: Im Jahr 2018 entschied das Landgericht Stuttgart beispielsweise, dass der 911er Porsche aufgrund seines individuellen, kreativen Designs urheberrechtlich geschützt sei. Zwar scheint dieses Urteil nicht rechtskräftig zu sein, Carspotter sollten diese Möglichkeit allerdings – trotz Panoramafreiheit – im Hinterkopf behalten.

Abseits der Panoramafreiheit sind das Recht am eigenen Bild und das Datenschutzgesetz interessant, insbesondere wenn Sie Ihre Autobilder auch über die sozialen Medien teilen. Um rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen, ist es empfehlenswert, Nummernschilder und gut erkennbare Personen zu verpixeln oder anderweitig unkenntlich zu machen. Optimieren Sie Ihre Autobilder vor der Veröffentlichung sowieso, können Sie diesen Schritt direkt in der Nachbearbeitung vornehmen.

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Übrigens: Auf unserem Instagram-Channel ist (fast) kein cooler Classic Car vor uns sicher. Wir posten regelmäßig Carspotting-Fotos in unseren Storys. Klickt doch mal rein und folgt uns!


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